Bildungslandschaft mit viel Kultur …

… aber wo bleibt die sichere Struktur? Auch nach dem Fachtag „Erfolgreiches Aufwachsen unserer Kinder und Jugendlichen im Löwenberger Land“ am Samstag, 14.3.2015, ist die Frage nicht ausreichend beantwortet, langte aber immerhin noch einmal eindrucksvoll auf der Agenda der zuständigen Entscheidungsträger wie auch der Träger und Nutzer von Bildungsangeboten im Löwenberger Land an.

Mehr als 50 Personen waren ins Löwenberger Bürgerhaus gekommen – ein schöner Erfolg für die fünfköpfige Aktivengruppe der „AG Bildungslandschaft“, zumal auch die Mischung stimmte: Politik, Verwaltung, Fachkräfte und Vereine waren zahlreich vertreten, dazu Elternvertreter und – engagiert und selbstbewusst – eine Handvoll Jugendliche.

Alle waren angetan von der professionellen Gestaltung und Präsentation sowohl der Arbeitsergebnisse als auch der fachlichen Expertisen zum Thema Bildungslandschaft. Angenehm waren zudem die ausreichend eingeplanten Gelegenheiten zum informellen Austausch.

Deutlich wurde aber auch, wie viel Engagement und geduldige Kleinarbeit die Bemühungen um ein Kennenlernen und Vernetzen aller Menschen und Institutionen erfordern, bis die erzielten Effekte auch eine angemessene Aussenwirkung entfalten. Hier gab es viel Stoff für interessierte, aber auch kritische Nachfragen.

Die beiden Expert/innen schrieben es den Zuhörenden noch einmal ins Stammbuch: In der Netzwerkarbeit hängt vieles an ganz konkreten Personen und ihren Arbeitsbedingungen. Im Umgang mit Kindern und Jugendlichen sind Engagement und Herzblut unverzichtbar – eine verbindlich und nachhaltig arbeitende Verantwortungsgemeinschaft aller beruflich und ehrenamtlich Engagierten kommt jedoch ohne die ebenso verbindliche und nachhaltige Unterstützung der Entscheidungsträger in Politik und Verwaltung ab einem bestimmten Punkt nicht mehr wirklich voran.

Es ist das Verdienst dieses Fachtages, dafür nicht nur das Bewusstsein geschärft, sondern auch einiges an Interesse und Motivation in Richtung Bildungslandschaft geweckt zu haben. Auch die Verwirklichung eigentlich schon abgeschriebener Vorhaben wie die des Jugend- und Sozialbusses kam wieder ins Gespräch.

In den Arbeitsgruppen am Nachmittag haben alle Beteiligten formuliert, was sie in nächster Zeit konkret für ein gutes Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen tun wollen. Viele werden ihre private Zeit und eigene materielle Ressourcen zur Verfügung stellen. Auch die Entscheidungsträger brachten sich dabei auf der persönlichen Ebene mit ein, bleiben aber mit der Erwartung konfrontiert, hier auch als Amtsträger zu handeln.