geförderte Projekte 2018

Evangelisches Bildungswerk Oranienburg e.V. 

Projekt: Bürgergarten Oranienburg

Der Bürgergarten ist ein niedrig-schwelliger Begegnungsraum für Menschen allen Alters, unabhängig von Geschlecht, Herkunft, sozialem Status oder Beeinträchtigung. Er lädt zum Mitmachen ein und strebt die Vernetzung von  bestehenden Angebote in der Mittelstadt an. Der Garten stellt Betätigungsmöglichkeiten und Räume für alle Oranienburger*innen bereit. Der partizipative Ansatz verbindet dabei nicht nur die Institutionen, sondern vor allem die Menschen. Die Angebote des Bürgergartens umfassen neben dem klassischen gemeinsamen Gärtnern, verschiedene Workshops, auch für Schulen und Kitas, zum Thema „Natur und Tiere“. Eine „Naschinseln“ für verschiedene Beeren wurde angelegt und die gemeinsame Obsternte mit der anschließender Saftherstellung, sowie das Frühlings- und Herbstfest sind dabei Höhepunkte, zu denen öffentlich eingeladen wird.

Durch die gemeinsame Arbeit, das Feiern, das Ernten oder konkrete Bildungsvorhaben und Veranstaltungen im Bürgergarten kommen Menschen intergenerationell und interkulturell miteinander in Kontakt, lernen einander und ihre Umwelt respektieren und miteinander ein Stück Welt zu gestalten. Diese Erfahrungen der Gemeinsamkeit sind aktive Prävention gegen Ausgrenzung und Rechtsextremismus und machen Demokratie erfahrbar!

Fördersumme: 10.000,00 Euro


Immanuel Familienberatung Zehdenick der Beratung und Leben GmbH

Kiezpunkt Zehdenick

Das Projekt „KiezPunkt Zehdenick“ bietet einen niedrigschwelligen und offenen Begegnungsort für Familien im sozialen Brennpunkt Zehdenick Süd. Inmitten des Neubaugebietes finden einmal im Monat vielfältige Angebote wie Spiel-, Bewegungs-, Lern-, und Kreativworkshops für Kinder sowie offene Beratungen für Familien statt. Es darf gefragt, diskutiert, gelernt und gespielt werden. Jede*r ist willkommen! Bei schönem Wetter werden auf einer großen Wiese im Wohngebiet riesige Zelte aufgebaut unter denen allerlei Schönes passiert: Theaterkurse, Keramikworkshops, gemeinschaftliches Kochen u.v.m. Das Interesse der Familien ist groß! Rund 50 Personen nehmen an den monatlichen Angeboten teil. Bei besonderen Veranstaltungen, wie dem jährlichen Sommerfest, verdoppelt sich die Teilnehmer*innenzahl sogar. In den Wintermonaten oder bei schlechtem Wetter machen es sich alle im Speisesaal der naheliegenden Schule gemütlich. Doch egal ob draußen oder drinnen: Den krönenden Abschluss bildet immer das gemeinsam zubereitete Abendessen.

Hier wird Integration gelebt!

Die Angebote richten sich an alle Menschen, egal welcher Herkunft, sozialem Status und Religion. Auf diese Weise fördert das Projekt den gemeinschaftlichen Umgang und die Beziehungen der anliegenden Bewohner*innen. Auch geflüchtete Familien werden hierdurch aktiv in die Nachbarschaft integriert und mit anderen Bewohner*innen vernetzt. Insbesondere geflüchtete Kinder, die häufig mehrere Schulwechsel erleben, finden in diesem konstanten Projekt einen festen sozialen Treffpunkt.

Fördersumme: 3078,98 Euro


Jüdische Gemeinde „Wiedergeburt“ des Landkreises Oberhavel e.V.
Recherche und Dokumentation über die „Jüdische Wohlfahrtspflege in der Zeit von 1857 bis 1933 im Bereich des ehemaligen Synagogenbezirks Oranienburg“


In dem Projekt recherchierte eine Gruppe jüdischer und russischer Jugendlicher gemeinsam mit einer Schüler*innengruppe des GMOSZ über die Entwicklung der „Jüdischen Wohlfahrtspflege in der Zeit von 1857 bis 1933 im Bereich des ehemaligen Synagogenbezirks Oranienburg“. Ausgehend von fünf Biografien jüdischer Persönlichkeiten des 19. und 20. Jahrhunderts erarbeiteten die Jugendlichen, welche Rolle und Bedeutung jüdische Bürger*innen für die Stadt Oranienburg, sowohl in wirtschaftlicher, als auch in politischer Hinsicht spielten und welche Schicksale diese erlitten. Hierzu besuchten sie Museen und Archive und nahmen an Vorträgen und Führungen teil. Die Ergebnisse des Projekts wurden in Form einer zweisprachigen Broschüre (deutsch/russisch) festgehalten.

Ziel des Projektes war es, in erster Linie Toleranz und Kommunikation zwischen verschiedenen Gruppen mit unterschiedlichen Religionen, Mentalitäten und Bräuchen zu fördern. In gemeinsamer Zusammenarbeit lernten die Jugendlichen die damalige und heutige jüdische Geschichte in Oranienburg sowie die dazugehörenden Traditionen und die Kultur näher kennen. Zusätzlich hatten die fremdsprachigen Teilnehmenden die Möglichkeit, ihre Deutschkenntnisse zu verbessern und mehr über die deutsche Gesellschaft im Allgemeinen zu erfahren.

Fördersumme: 4.615 EUR

Evangelische Kirchengemeinde Oranienburg
„Alles steht Kopf – von Gefühlen und anderen Katastrophen“ Interkulturelles Tanztheater

Zum dritten Mal erarbeiteten Kinder und Jugendliche zwischen 9-15 Jahre mit verschiedenen kulturellen Hintergründen, mit und ohne Fluchterfahrung, unter der Leitung einer Theaterpädagogin, eines Tänzers und einer Gemeindepädagogin, ein Tanztheaterstück in Oranienburg. In diesem Jahr setzen sich die Teilnehmenden mit dem Thema „Gefühle“ auseinander, unter dem Titel: „Alles steht Kopf – von Gefühlen und anderen Katastrophen“.

Hierbei standen vor allem fünf Emotionen im Mittelpunkt: Angst, Freude, Kummer, Ekel und Wut. Die Kinder und Jugendlichen verarbeiteten ihre persönlichen Erlebnisse zu diesen Gefühlen in Theaterszenen und Tanz im Kontext einer Geschichte. Hierzu mussten die Teilnehmenden ihre eigene Gefühlswelt erforschen, sich genau beobachten und ein Selbstporträt anfertigen. Aus den Ideen und Erfahrungen entwickelten die Kinder und Jugendlichen innerhalb einer intensiven Probenwoche in Hirschluch ein Tanztheaterstück, das am Ende der Woche vor den Familien und der Öffentlichkeit aufgeführt wurde.

In diesem interkulturellen Projekt zeigte sich, dass Tanz und Theater wunderbare Methoden sind, um miteinander in Kontakt zu kommen, ohne die gleiche Sprache sprechen zu müssen. Die Kinder und Jugendlichen haben während der Proben viel Zeit miteinander verbracht und lernten somit viel über- und voneinander. Es wurde beobachtet, wie dadurch eine gegenseitige Vertrautheit wuchs und Vorurteile überwunden werden konnten. Die Teilnehmenden lernten in einer Gemeinschaft mit klaren Regeln und Strukturen für einander da zu sein, sich mit Respekt zu begegnen und für die eigenen Belange und die Belange anderer zu sorgen. Das Resultat zeigte sich in der gelungenen Aufführung und in der zunehmenden Zahl der Anmeldungen, die jedes Jahr die Teilnehmer*innenbegrenzung weit übersteigt.

Fördersumme 3.000 EUR (ko-finanziert von Kultur macht stark)


Förderverein der Dr. Hugo Rosenthal Oberschule e.V.
ZeiTRäume – Theaterprojekt

In dem Theaterprojekt „ZeiTRäume“ trafen sich Jugendliche, mit und ohne Fluchterfahrung, aus OHV regelmäßig über den Zeitraum eines Jahres zur Erarbeitung eines gemeinsamen Bühnenstücks. Angeleitet wurden sie dabei von einer ausgebildeten Schauspielerin und professionellen Musiker*innen, die im Landkreis lebt. Die Jugendlichen wurden in der Arbeit explizit angehalten, selbst Inhalte, Persönlichkeit und Standpunkte einzubringen und sich mit der Diversität in der Gruppe und im Leben bewusst auseinander zu setzen. Darüber hinaus erhielten die Beteiligten Einblicke in die Berufswelt und mögliche Ausbildungsberufe im Bereich Darstellende Kunst, Musik, Bühne und Veranstaltungstechnik.

Ziel des Projektes war es, unbegleitete geflüchtete Jugendliche nachhaltig sozial zu integrieren und ihnen durch das Projekt einen zwanglosen Zugang zum gesellschaftlichen Miteinander zu ermöglichen.

Fördersumme: 2.000 EUR (ko-finanziert vom Land Brandenburg)


Waidak media e.V

„Dorfarchiv“ – Dorfgeschichte Grüneberg / Ravensbrücker KZ-Außenlager Grüneberg                                              
Bei dem Projekt „Dorfarchiv“ handelt es sich um ein Generationsübergreifendes Filmprojekt, bei dem Jugendliche durch Recherchen und Zeitzeug*inneninterviews die Geschichte des Ravenbrücker KZ-Außenlagers Grünberg sowie die Dorfgeschichte Grünebergs kennenlernten und dokumentierten. Der Wunsch diese Themen filmisch aufzuarbeiten stammte von den Jugendlichen selbst, diese wurden bei ihrem Vorhaben von der Filmemacherin Loretta Walz unterstützt. Bei ihrer Projektarbeit erwarben die Beteiligten Kenntnisse in der filmischen Arbeit und lernten Vorgehensweisen im Durchführen von Interviews kennen. Außerdem sammelten die Jugendlichen Erfahrungen in der historisch-politischen Auseinandersetzung mit der Generation ihrer Groß- und Urgoßeltern. Die Arbeit mit den lebensgeschichtlichen Erinnerungen der älteren Generation gaben tiefe Einblicke in die Geschichte des Dorfes und seiner Bewohner*innen zur Zeit des Nationalsozialismus und in der DDR bis hin zur Wende. Hierbei lag der Schwerpunkt auf dem Umgang mit persönlichen Erinnerungen im Vergleich zur dokumentierten Geschichte.

Durch die intensive Beschäftigung mit der Geschichte wurden die Jugendlichen durch die Projektarbeit in ihrer Argumentation gegen Gruppierungen gestärkt werden, die vereinfachte Schlüsse aus der Geschichte ziehen und rassistische oder rechtsradikale Ziele verfolgen. Der Film wird in ein „Dorfarchiv“ fließen, woraus auch andere Projekte später schöpfen sollen.

Fördersumme:  5099,20 EUR


Facetten der Kulturarbeit e.V.
Dreierlei Begegnungen. Kommen.Gehen.Bleiben.

In einem vielfältigen kulturellen Programm des Festivals „Dreierlei Begegnungen“ rund um das Thema „Begegnungen schaffen“ fanden im Scheunenviertel der Stadt Kremmen vom 25-27. Mai 2018 Filmvorführungen, Poetry Slam, Lesungen, Musik und Kunst/Fotografie-Ausstellungen statt. Ziel des Kulturfestivals war es auf Basis von Kunst und Kultur, den Austausch und Gespräche über Diversität, Gemeinsamkeiten und vermeintliche Unterschiede sowie demokratische und soziale Werte anzuregen. Die Menschen vor Ort kamen durch die Veranstaltung ins Gespräch und beteiligten sich aktiv mit kritischen und künstlerischen Beiträgen am Programm.

So eröffnete das Festival mit einer Fotografie- und Kunstausstellung namens „Flucht heute und gestern“ in der Galerie Inken Petermann. Am zweiten Tag fand eine Poetry Slam Veranstaltung statt, zu welcher im Vorfeld ein Workshop zum „kreativen Schreiben“ angeboten wurde. Dieser richtete sich an junge Menschen im Alter von 14-19 Jahre und fokussierte das Thema „Bleiben“. Die Jugendlichen erarbeiteten Texte und Performances, die sie bei der Veranstaltung vortrugen. Weiterhin gab es mehrere Filmvorführungen an diesem Tag, die sich mit der Thematik „Gehen“ auseinandersetzten, dazu wurden die Kurzfilme junger Filmemacher*innen und der Spielfilm „Wir sind die Neuen“ (2014) gezeigt. Im Anschluss daran fanden Diskussionen mit den Filmteams statt. Am letzten Tag gab es Konzerte und eine Lesung der Autorin Regina Scheer zu ihrem Roman „Machandel“. Jeder Kunstgattung wurde ein Thema zugewiesen, das abwechselnd und vielfältig dargestellt wurde, mit dem Wunsch allen Menschen einen Zugang zur Thematik zu ermöglichen. Begegnet wurde sich hier in jedem Fall!
Fördersumme: 2335,00 EUR


Context. Bausteine für historische und politische Bildung e.V.

„Was bleibt?“- Spuren jüdischer Geschichte in Fürstenberg/Havel

In dem Projekt „Was bleibt? Spuren jüdischer Geschichte in Fürstenberg/Havel“ erkundeten Kinder und Jugendliche aus der Umgebung Fürstenberg/Havel die Spuren, die das frühere jüdische Leben im Stadtbild Fürstenbergs hinterlassen hat. Sie gestalteten anschließend aus ihren erworbenen Kenntnissen eine Handreichung in einfacher, jugendgemäßer Sprache, welche die wesentlichen Informationen zur jüdischen Geschichte zusammenträgt und auf einer Karte zentrale Orte kenntlich und begehbar macht. Nach einem einleitenden Workshop in die jüdische Kultur und Geschichte der Region, entdeckten die Teilnehmenden »ihre Stadt« unter neuen Vorzeichen und suchten historische Orte des jüdischen Lebens in Fürstenberg auf. Im Anschluss daran wurde die Perspektive der Kinder und Jugendlichen in den Mittelpunkt gestellt: Ihre Überlegungen und Fragen wurden in der Handreichung aufgegriffen und mit dem erforschten Material verknüpft.

Die erarbeitete Handreichung kann sowohl als Grundlage für individuelle als auch geführte Stadtrundgänge sein oder auch als Ausgangspunkt für weitere historische Spurensuchen dienen. Insofern soll die Veröffentlichung insbesondere den örtlichen Schulen und Jugendclubs, der Gedenkstätte Ravensbrück und der Tourist*inneninformation zur Verfügung gestellt werden.

Fördersumme: 5.000 €


Schlaglicht e.V.
„Früh aufgestellt – Viele Träume! Gleiche Chancen?“

In dem Projekt „Früh aufgestellt – Viele Träume! Gleiche Chancen?“ wurde im Rahmen von Rechtsextremismusprävention über mehrere Projekttage an Schulen in Liebenwalde und Löwenberg mit 5./6. Klassen unter Beteiligung der Lehrkräfte gearbeitet. Im Zentrum der Workshops standen hierbei keine Analysen rechter Ideologien, sondern Leitfragen zum Thema „Chancen(un-)gleichheit und Gerechtigkeit“.

Während des Projektes beschäftigen sich die Schüler*innen zunächst mit ihren Träumen und Wünschen und mit der Frage, ob alle die gleichen Chancen haben, diese Wünsche zu realisieren. Das übergreifende Ziel war neben einer gemeinsamen Erarbeitung von Wissen, die Steigerung der Akzeptanz von Vielfalt und Wertschätzung in der eigenen Gruppe und der Gesellschaft. Durch Perspektivenwechsel und Auseinandersetzung sollte erkannt werden, dass diverse Diskriminierungen Teil der eigenen Lebensrealität sind (ob selbst betroffen oder nicht) und jedwede Ausgrenzung ungerecht für Betroffene ist.

Anschließend entwickelten die Kinder zu einem selbstgewählten Thema  (Gleichberechtigung Jungen – Mädchen, Menschen mit Behinderung, Flucht und Migration, Kinderrechte) kleinere Reportagen oder Filme, die sie eigenständig konzipierten und technisch produzierten. In den Filmen wurden Lösungsansätze für Problemstellungen sowie die Meinung der Schüler*innen dargestellt. Zum Abschluss wurden die Filme in der Schule von den Kindern präsentiert. Hierbei standen die Teamer*innen des Projekts für die Diskussion mit Eltern und Lehrer*innen zu Verfügung, in der Hoffnung, über die Projekttage mit den Kindern hinaus, Themen und Auseinandersetzung in die Gemeinde tragen und eine Haltung von Gleichwertigkeit vermittelt zu können.

Fördersumme: 4692,00 €


Impuls e.V.

Begegnungsangebot in Lehnnitz“

Seit 2016 bietet die Jugendkoordination des ImPuls e.V. wöchentliche Angebote für geflüchtete Kinder und Jugendliche in Lehnitz an. Es entwickelten sich auch Kooperationsprojekte mit dem KiC Inn Oranienburg, wo sich die Nutzer*innen dieser Einrichtung begeistert an dem Projekt beteiligten, sodass vielfältige interkulturelle Begegnungen stattfinden konnten. Auch nach dem Auszug der Familien aus der Notunterkunft wurde diese Kooperation in der Turnhalle mit wöchentlichen Angeboten für geflüchtete Kinder und Jugendliche im Alter von 8-14 Jahre fortgeführt, um so weiterhin strukturierend und verlässlich den Alltag der dort lebenden Familien mitzugestalten.

Dieser Raum und diese Zeit darf von den Kindern und Jugendlichen offen genutzt werden, insbesondere für Ballspiele und Zirkusübungen, welche sich immer wieder großer Beliebtheit erfreuen, aber auch gern für andere Bewegungs-spiele. Gleichzeitig erleben die Kinder Diversität und interkulturelle Erfahrungen und können sich selbst und andere (neu) erleben. Im Erleben von Selbstwirksamkeit in Anbetracht von Erfolgen wurde das eigene Selbstbewusstsein gestärkt und Veränderungs- bzw. Entwicklungsprozesse angestoßen.

Für die geflüchteten Kinder und Jugendlichen leistete die Jugendkoordination in den Ortsteilen Oranienburgs in Kooperation mit dem KiC Inn Oranienburg hier ganz konkret einen weiteren Beitrag zur Integration!

Fördersumme: 600,00 €


Willkommen in Oranienburg e.V.
Nachbarschaftsfest Lehnitz-Kaserne“         

Im August 2018 wurde auf dem Gelände der ehemaligen Lehnitz-Kaserne ein Nachbarschaftsfest veranstaltet, um den Kontakt zwischen den Oranienburger Neubürger*innen in den neu umgebauten Wohnblöcken und Asylbewerber*innen aus der Gemeinschaftsunterkunft sowie interessierte Anwohner*innen aus Lehnitz und anderen Orten in Oberhavel herzustellen. Durch ein gemeinsames Fest sollten vorherrschende Vorurteile auf beiden Seiten abgebaut werden. Das besondere Augenmerk lag hierbei vor allem auf den Kindern und Jugendlichen: Durch Angebote für soziales Engagement, mit Unterstützung von der Jugend des Deutschen Roten Kreuzes Oberhavel, der Jugendgruppe der Freiwilligen Feuerwehr Sachsenhausen und der THW-Jugend vom Ortsverband Reinickendorf, sollte das Interesse bei den Kindern und Jugendlichen geweckt werden, um so neue Mitstreiter*innen für die Organisationen zu finden. Zudem gab es einen Kinderbasar für die Kleineren und für die Erwachsenen Beratungen in Weiterbildung und für den Arbeitsmarkt. Abgerundet wurde das gut besuchte Fest durch Spiel, Spaß und kulinarische Angebote!

Fördersumme: 2.550,00 €


havellab e.V.

Elektrogewitter – eine elektronische Jam Session im Verstehbahnhof

Von Oktober bis Dezember 2018 wurde im Verstehbahnhof ein wöchentliches Projekt für Kinder und Jugendliche von 10-15 Jahre angeboten, in welchen die Teilnehmenden elektronische musikalische Geräte selber bauten und anschließend mit ihnen in einer Jam Session musizierten. Beim Herstellen der Geräte, wie beispielsweise dem Bau von Synthesizern, erarbeiten die Kinder und Jugendliche zunächst die Grundlagen im Umgang mit Elektronik.

Im nächsten Schritt konnten die Teilnehmenden während der Jam Session miterleben, wie unterschiedliche Geräte zusammen die Grundlage für ein musikalisches Arrangement oder eine Klangkulisse bilden. Abschließend durften sie selbst Hand bei der Musikproduktion anlegen und die aufgenommene Musik am Computer und am Mischpult eigenständig bearbeiten und produzieren. Während der Workshops wurde den Gruppen durch das Arbeiten und Entwickeln von Geräten gezeigt, wie komplexe Geräte funktionieren, repariert oder verändert werden können. Sie erlernten dabei wichtige digitale Kompetenzen: Den Kindern und Jugendlichen wurde verdeutlicht, dass sie nicht nur Konsumenten sind, sondern die digitale Welt selbst aktiv gestalten können!

Fördersumme: 2.000 €


SONDERMITTEL aus dem NPP-Programm

„Fallen, Finten und Moneten“ Digitale Tipps und Tricks für neue junge Verbraucher*innen im Kreis Oberhavel

Im Rahmen des Projekts „Fallen, Finten und Moneten“ wurden Workshops für Jugendliche und junge Erwachsene mit und ohne Fluchterfahrung aus dem Landkreis Oberhavel zum Thema „Verbraucherrechte und -pflichten“ angeboten. Dabei orientierten sich die Veranstaltungen an den Bedarfen der Teilnehmenden und wurden in öffentlichen Räumlichkeiten wie örtlichen Jugendclubs, Beratungsstellen oder Nachbarschaftstreffs durchgeführt.

In gemischten Gruppen arbeiteten die Teilnehmenden zunächst zu einem Schwerpunkt des Themenkomplexes, der gemeinsam mit den lokalen Ansprechpartner*innen ausgewählt wurde (bspw. Handyvertragsabschlüsse, Mietrecht, Schuldenvermeidung). Hierbei entstanden weiterführende Fragen und Anliegen der jungen Menschen, die im zweiten Workshop vertieft und bearbeitet wurden. Die Teilnehmenden lernten gemeinsam, wie sie sich eigenständig über Verbraucherthemen insbesondere digital informieren können. Dabei wurden sie durch „Alltagsbotschafter*innen“ unterstützt –  junge geflüchtete Syrer*innen, die sich anderthalb Jahre mit Verbraucherthemen beschäftigt haben und dieses Wissen nun mit anderen teilen.

Während der Workshops konnte die Gruppe voneinander „Alltagswissen“ erwerben und durch gemeinsame Erfahrungen Berührungsängste abbauen und voneinander lernen. Oft stellte sich heraus, dass sie gleiche Herausforderungen erlebten, unabhängig von ihrer Herkunft. Ihr erworbenes Wissen können sie nun als Multiplikator*innen in Peergroups, Familien und Communities weitertragen und somit aktiv zur Aufklärung über Verbraucherrechte beitragen.

Fördersumme: 19.000 €