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Das Bild zeigt ein Flipchart, das die Ergebnisse des Projektes „Keine Schule, kein Haustier, kein … – Alltag jüdischer Kinder im Nationalsozialismus“ zeigt.

Vorgestellt: Spuren vor Ort – Jüdisches Leben im Nationalsozialismus

Veröffentlicht am 29.03.2023

In der Reihe „Engagement vor Ort – Projekte stellen sich vor“ stellen wir euch heute das Projekt „Spuren vor Ort – Jüdisches Leben im Nationalsozialismus“ vor; durchgeführt vom Schlaglicht e. V. in Kooperation mit Libertasschule Löwenberger Land, Waldschule Oranienburg, CJO e. V., Impuls e. V., Offene Kinder- und Jugendarbeit Löwenberger Land.

Lokale Erinnerungsarbeit an Schulen

Die Kinder erfahren die Auseinandersetzung mit der Zeit des Nationalsozialismus als einen Lernmoment, der sie, ihre Fragen und Gefühle ernst nimmt. Sie haben die Chance sich individuell in der Zeit und den historischen Ereignissen zu orientieren. Die Kinder nehmen Geschichte als lokal verankert, als Geschichte vor Ort wahr.

Grundschüler*innen haben Zugang zu Diskursen über mehrheitsgesellschaftliche und historische Themen und deren Tradierungen. Auch das Thema Nationalsozialismus ist ein Gegenstand dieser Verhandlungen und für sie allgegenwärtig, aber selten altersangemessen aufbereitet und somit kaum oder nur schwer zugänglich. Kinder verfügen über historisches Detailwissen, dieses ist aber häufig bruchstückhaft und konstituiert auch problematische oder kuriose Vorstellungen.

Die Schüler*innen erarbeiten sich anhand der Biografien einen empathischen Zugang zu individuellen Lebensgeschichten jüdischer Kinder und Erwachsener im Nationalsozialismus, insbesondere wird hierbei ein lokaler Fokus gewahrt. Die Schüler*innen erstellen eine Ausstellung/Präsentation, wodurch ein nachhaltiges Lernergebnis gewährleistet wird. Denn sie erfahren die Auseinandersetzung mit der Zeitphase des Nationalsozialismus und verstehen sich selbst als Geschichtsvermittle*innen und Multiplikator*innen innerhalb ihrer Altersgruppe. Das Projekt setzt Impuls zur Bearbeitung des Themas Nationalsozialismus mit jungen Zielgruppen und
vermittelt diese Erfahrungen weiter.

Nationalsozialismus thematisieren

Ausgehend von alltäglichen Erfahrungen der Kinder in der Gegenwart wird mit einem biographischen und altersgerechten Ansatz gearbeitet. Dabei werden sie durch spielerische Methoden, den Wechsel von Anforderungen und Groß- und Kleingruppenarbeit, sowie angemessener Pausenzeit unterstützt. Die Visualisierung der einzelnen Lernschritte und Arbeitsphasen im Tagesablauf sollen für Transparenz
sorgen, die Kinder können jederzeit die Tagesstruktur nachvollziehen. Außerdem wird in regelmäßigen Abständen eine Rückmeldung der Kinder eingeholt, um auf ihre Erwartungen, Bedürfnisse und Interessenschwerpunkte angemessen eingehen zu können

Das Projekt richtet sich an unterschiedliche Zielgruppen. Die erste Zielgruppe sind Grundschüler*innen der 5. oder 6. Klasse (10-12 Jahre alt). Diese nehmen aktiv am Projekt teil, erstellen eine Ausstellung und werden angeregt, sich mit der Geschichte ihres
Wohnortes auch weitergehend zu befassen. Das Projekt adressiert zudem begleitende Lehrkräfte und Sozialarbeiter*innen. Diesen soll vermittelt werden, welche Relevanz das Thema Nationalsozialismus bereits für Kinder hat, wie einer Tabuisierung und damit Mystifizierung des Themas vorgebeugt werden kann.

Das Projekt soll ein Beitrag leisten, Kinder mit ihren Voraussetzungen und Bedürfnissen dabei zu unterstützen, sich dem Thema anzunähern, historisches Wissen anzueignen und dieses in Form einer multimedialen Ausstellung/Präsentation zu präsentieren. Dabei müssen im Sinne Waltraud Schreibers Bildungsziele und subjektive kindliche Existenzweisen zusammengebracht werden, um historisches Lernen zu ermöglichen


Wir bedanken uns beim Schlaglicht e. V. für ihre ausgezeichnete Arbeit und ihr stetiges Engagement!

Schlaglicht e. V.


Auch dein Projekt für Schulen, Orte oder Gemeinschaften unterstützen wir mit Fördermitteln und Öffentlichkeitsarbeit:

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Mobil: 0152 56300126
pfd@kjr-ohv.de

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