In der Reihe „Engagement vor Ort – Projekte stellen sich vor“ stellen wir euch heute das Projekt „UNbekanntes UNbehagen – ein Live-Escape-Room zum Thema Neunkommen in Oberhavel“ vor.
Der KommMit e.V. in Kooperation mit der St.-Nicolai-Kirche Oranienburg, Willkommensinitiativen im Landkreis Oberhavel, Kooperationen für Flüchtlinge in Brandenburg und dem Jugendforum holen den preisgekrönten mobilen und interaktiven Escape Room nach Oberhavel.
Und wenn alles klappt, gibt es vom 7. bis 9. September noch zusätzlich den AI.CUBE – einen Escape-Room zum Thema künstliche Intelligenz.
Anmeldung
Live-Escape-Room „UNbekanntes UNbehagen“
- Spielzeit: 4. – 20. September 2026
- Ort: St. Nicolai Kirche Oranienburg, Havelstraße 28, 16515 Oranienburg
- Anmeldung: Sichert euch schon jetzt ein Zeitfenster oder tragt es an eure Schulen heran. Da die Plätze begrenzt sind, bitten wir um eine zeitnahe Anmeldung.
Das Angebot ist durch die Förderung der Partnerschaft für Demokratie Oberhavel im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ vollständig kostenfrei.
Wer kann am Escape Room teilnehmen?
Das Angebot richtet sich an Jugendliche (ab 16 Jahren) und junge Erwachsene, Schulklassen und Bildungseinrichtungen, Mitarbeitende aus Verwaltung, Unternehmen und soziale Einrichtungen, ehrenamtlich Engagierte, Menschen mit und ohne eigene Migrationserfahrung sowie alle Interessierten aus Oberhavel.
Was ist genau ist der Live-Escape-Room „Unbekanntes Unbehagen“?
Perspektivwechsel schaffen, Empathie fördern und Fluchterfahrungen erfahrbar machen: Mit dem Live-Escape-Room „Unbekanntes Unbehagen“ erwartet Schüler*innen ab 16 Jahren im September ein besonderes außerschulisches Lernangebot in Oranienburg. Vom 4. bis 20. September 2026 verwandelt sich die Unterkirche der St.-Nicolai-Kirche in einen interaktiven Erfahrungsraum.
Wie fühlt es sich an, in einer neuen Umgebung Orientierung zu finden?
Der Escape Room ermöglicht, sich spielerisch mit Fragen von Migration, Zugehörigkeit und Ankommen auseinanderzusetzen. In kleinen Gruppen reisen die Teilnehmenden in die fiktive Republik „Fremdistan“ ein. Dort begegnen sie einer unbekannten Sprache, neuen gesellschaftlichen Regeln und herausfordernden Situationen. Gemeinsam lösen sie Aufgaben, finden Orientierung und entwickeln Wege des Ankommens.
Das Konzept wurde gemeinsam mit jungen Geflüchteten entwickelt und basiert auf realen Erfahrungen. Im Anschluss an das Spiel bietet ein gemeinsames Gespräch mit Menschen mit eigener Fluchtbiografie Raum für Austausch und Reflexion.
Projektziel
Das Projekt möchte im Rahmen der deutschlandweiten Interkulturellen Woche 2026 einen Raum für Begegnung, Austausch und gemeinsames Lernen schaffen. Der Escape Room verbindet immersive Spielerlebnisse mit Begegnung und gesellschaftlichem Dialog. Ziel ist es, Empathie zu stärken, unterschiedliche Perspektiven sichtbar zu machen und den Austausch zwischen Menschen mit vielfältigen Lebensrealitäten zu fördern.
Im Mittelpunkt stehen:
- Sensibilisierung für Erfahrungen des Ankommens und Fremdseins
- Förderung von Empathie und Perspektivwechsel
- Stärkung von gesellschaftlichem Zusammenhalt in Oberhavel
- Aufbau eines lokalen Engagement- und Ehrenamtsnetzwerks
- Entwicklung neuer Begegnungs- und Unterstützungsformate
Wie trägt das Projekt zur Demokratieförderung bei?
„Erkunde Fremdistan!“ stärkt Demokratie, indem es zentrale gesellschaftliche Themen erfahrbar macht statt nur darüber zu sprechen. Der Escape-Room fördert dabei wesentliche demokratische Kompetenzen:
- Perspektivwechsel und Empathie durch Rollen- und Erfahrungssituationen
- Dialogfähigkeit und Verständigung zwischen unterschiedlichen Gruppen
- Abbau von Vorurteilen und Stereotypen durch direkte Begegnung
- Stärkung gesellschaftlicher Teilhabe durch aktives Mitmachen
Fazit
Der Live-Escape-Room verbindet spielerisches Lernen mit gesellschaftlicher Bildung und schafft einen innovativen Zugang zu den Themen Integration, Migration und Demokratie. Das Projekt leistet einen wichtigen Beitrag zur Demokratieförderung und stärkt nachhaltig den sozialen Zusammenhalt im Landkreis Oberhavel.
Urheberin: Flüchtlingshilfe Bonn e.V.
Creative Commons BY-NC – Lizenz, 2022: FHB e.V.

